Nüsse – nicht nur was für Eichhörnchen
Der Sommer ist vorbei, es wird Herbst, die Bäume wechseln die Farbe und wer jetzt nicht gerade einen Nussbaum im Garten hat, dem fallen vielleicht bei einem Spaziergang durch den Wald ein paar echte Nüsse vor die Füße. Und vielleicht auch solche, die botanisch betrachtet gar nichtals Nüsse gelten, obwohl sie wahrscheinlich die meisten Menschen in diese Kategorie einordnen würden. Erdnüsse beispielsweise sind eigentlich Hülsenfrüchte und Paranüsse sind Kapselfrüchte. Noch verrückter: Mandeln, Kokosnüsse,Walnüsse und Pistazien zählen in Wirklichkeit zum Steinobst.Was ist denn dann noch wirklich Nuss? Da bleibt nicht mehr viel, zumindest nicht von den bekannteren oder heimischen Sorten. Haselnüsse, Edelkastanien und Macadamias aber sind solche echten Nüsse. Der Einfachheit halber fassen wir im folgenden Text mal alle diese „Früchte“ unter dem Begriff Nüsse zusammen.

Gesunde Nüsse - Energie- und Vitalstofflieferanten
Gemein ist ihnen allen, dass sie nicht nur überaus gut schmecken, sondern je nach Art in unterschiedlichen Anteilen viele gute Inhaltsstoffe haben. Früher wurde einem manchmal gesagt, man solle nicht so viele Nüsse essen, weil sie so viel Fett enthalten. Das stimmt, Nüsse sind sehr fettreich, aber heute weiß man auch, dass Nüsse äußerst hochwertige Öle mit größtenteils ein- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten. Daran sollte man nicht generell nicht sparen, denn sie können den Cholesterinspiegel senken, sind gut für die Gefäße und senken dadurch das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung bzw. eines Infarktes und sollen auch noch das Prostatakrebsrisiko verringern.Wer natürlich unter Gewichtsproblemen leidet, für den gilt auch bei Nüssen wie immer: Alles in Maßen. Ein paar Nüsse morgens im Müsli sind dann vollkommen ausreichend. Nüsse bieten eine sehr leicht verdauliche Eiweißquelle und enthalten wichtige Mineralstoffe (z.B. Phosphor, Eisen und Kalzium). Sie sind ein Lieferant für viele Vitamine der B-Gruppe und daher besonders von Vegetariern und Veganern gerne gegessen. Daneben sind noch Energie liefernde Kohlenhydrate und Ballaststoffe enthalten, die bekanntlich das Immunsystem und die Verdauung unterstützen. Alles in allem steckt also ziemlich viel Gutes und Gesundes in solch einer kleinen Nuss.
Es lohnt sich also, hin und wieder einmal eine Nuss zu knacken und zu knabbern.Wem das zu mühselig ist, der kann natürlich auch die bereits geschälten Nüsse im Supermarkt kaufen. Man sollte aber unbedingt beachten, dass Nüsse auf Grund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren sehr schnell oxidieren, das heißt ranzig werden. Das ist zwar weder giftig noch gesundheitsschädigend, schmeckt aber unangenehm. Daran sollte man unbedingt denken, bevor man sich gleich mehrere Packungen kauft, weil sie vielleicht gerade im Angebot sind. Nüsse in der Schale halten ein bisschen länger. Egal ob geschält oder nicht, man sollte Nüsse immer trocken, möglichst kühl und luftdicht aufbewahren – dann halten sie am längsten. Verschimmelte Nüsse soll man natürlich auf gar keinen Fall essen. Ob eine Nuss frisch ist, erkennt man am Gewicht und am Aussehen der Schale. Frische Nüsse sind im Vergleich schwerer, und die Schalen sollten weder Löcher haben noch verfärbt sein.
Wer seinen Nusskonsum bisher vernachlässigt hat, kann das nachholen. Es gibt zahlreiche Rezepte, vor allem aus der asiatischen Küche, die Nüsse enthalten. Oder man genießt sie verpackt im klassischen Nusskuchen, als Studentenfutter oder als heiße Esskastanien auf dem nächsten Weihnachtsmarkt – Nüsse tun und schmecken gut.
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