Wintergemüse - Vitalstoffreich, lecker & preiswert
Alles schreit nach regionalen und saisonalen Lebensmitteln, doch bei einem Blick auf den Saisonkalender merkt man spätestens jetzt: Upps, da bleibt im Winter ja nicht mehr viel übrig! Diese Feststellung trifft zumindest für Obst leider zu. Und zugegeben, heimisches Wintergemüse gibt es nicht gerade in Hülle und Fülle. Wenn mansich jedoch ein bisschen auskennt, gute Rezepte für die Zubereitung hat und auch noch weiß, wo man die winterlichen Gemüsesorten bekommt, dann kommt man auch mit regionalen und saisonalen Produkten gut durch die kalte Jahreszeit.

Wintergemüse ist nicht nur gesund, sondern schon auch Umwelt und den eigenen Geldbeutel.
Kurze Transportwege schützen Geldbeutel, Umwelt und Vitamine
Warum eigentlich? Nun, zum einen schont es den Geldbeutel. Bei regionalen Produkten fallen kaum Transport und Lagerkosten an und die günstigeren Preise können so an den Konsumenten weitergegeben werden. Gerade im Winter ist frisches Gemüse ja verhältnismäßig teuer. Durch die kurzen Transportwege und die unproblematische Lagerung von regionalem und saisonalem Gemüse entsteht im Vergleich weniger CO2, so dass es als klimafreundlich gilt. Ein weiterer Vorteil der kurzen Transportwege und Lagerzeiten ist der, dass die Vitamine relativ gut erhalten bleiben. Und Vitamine brauchen wir in der kalten Jahreszeit reichlich. Schade eigentlich, dass dank der zahlreichen Importmöglichkeiten imWinter immer weniger heimischesWintergemüse den Weg auf unsere Teller findet.
Was versteht man unter Wintergemüse?
Grob gesagt fasst man darunter alle Gemüsesorten zusammen, die man bis spät in den Winter hinein ernten kann bzw. die auf Grund ihrer besonders guten Lagerfähigkeit so lange noch verzehrt werden können. Dazu gehören fast alle Kohlarten wie Grünkohl, Blumenkohl, Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl,Wirsing und einige Wurzelgemüse wie Petersilienwurzel, Sellerie, Topinambur, Pastinake, Steckrübe und Schwarzwurzel. Auch Lauch, Rote Beete, Chicoree, Radicchio, Fenchel, Kürbis und Möhren kann man getrost alsWintergemüse gelten lassen. Wem das noch nicht reicht, der kann sich auch mal an weniger bekannte winterliche Genüsse wagen, wie zum Beispiel den italienischen Schwarzkohl (Cavolo Nero), der leider hierzulande ziemlich schwer zu finden ist. Und wer die etwas aus derMode geratenen Gemüsesorten sucht, der findet sie mit Sicherheit in einem Bioladen.
Schmackhafte Rezepte mit vitalstoffreichem Wintergemüse
Im Internet gibt es unzählige Rezepte für all diese Wintergemüse (z.B. auf der Seite www.essen-und-trinken.de/wintergemuese). Es lohnt sich nicht nur aus kulinarischen und ökologischen Gründen diese mal auszuprobieren.Wintergemüse versorgt uns im Winter mit allem, was wir brauchen. Gerade die Kohlsorten sind reich an Vitamin C und somit eine echte Unterstützung für die Immunabwehr. Kohl enthält außerdem die Vitamine A, B und E, Eiweiß, Kalium und auch Kalzium, je nach Art in unterschiedlichen Mengen. Gemein ist ihnen allen, dass sie äußerst kalorienarm sind. Lauch enthält Senföle, die keimtötend, appetitanregend sowie schleimlösend wirken sollen und Folsäure, von der wir alle grundsätzlich eher zu wenig als zu viel aufnehmen. Die Rote Bete kann mit ihrem Eisen- und Kaliumgehalt trumpfen. Möhren enthalten viel wertvolles Karotin. Weil Karotin ein fettlösliches Vitamin ist, sollte man immer ein wenig Fett zugeben. Die Bitterstoffe von Chicoree und Radicchio sollen das Blut reinigen und die Verdauung anregen. Für eine optimale Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen ist es gut, zwischen rohem und gekochtem Gemüse abzuwechseln. Dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen und der Winter kann getrost kommen!







