Bokwa – Tanzen nach Zahlen

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Als ich den Titel „Bokwa – Tanzen nach Zahlen“ das erste Mal las, musste ich zweimal hinschauen, weil ich dachte, ich hätte mich verlesen und es müsste „Malen nach Zahlen“ heißen. Dabei geht es hier ja um einen neuen Sporttrend aus den USA, der unsere Fitness-Studios erobert, und nicht um ein Malspiel für Kinder. Hört sich schon mal interessant, unterhaltsam und spielerisch an. Doch ob das auch in der Praxis so abläuft? Anscheinend ja, denn Bokwa begeistert groß und klein – und sogar Tanzmuffel wie Männer! Na, wenn das so ist, sollten wir uns diesen Sporttrend vielleicht auch mal zu Gemüte führen. Hier eine kleine Sporttrend-Kunde zum Thema Bokwa.

Bowka

Bowka ist der Fitness-Trend, der jung und alt gleichermaßen begeistern kann.

 

Bokwa – eine Power-Mischung

Was für ein Sport Bokwa überhaupt ist, lässt sich am besten durch die Bezeichnung der Sportart erklären. Bokwa ist nämlich ein Kunstwort, das aus den Begriffen Kickboxen und Kwaito zusammengestellt ist. Richtig, es kommen also Bewegungen aus dem Kickboxen in Bokwa vor. Und was ist Kwaito? Dabei handelt es sich um einen südafrikanischen Kriegstanz, der mit Shake-Bewegungen angereichert ist. Auch Capoeira-Elemente fließen in das Bokwa-Training mit ein. Klingt schon mal exotisch, nicht wahr? Das ist es auch!

Und wer hat´s erfunden?

Erfunden wurde die Sportart übrigens von dem Amerikaner Paul Mavi aus Los Angeles, einem gebürtigen Südafrikaner, dessen fünf Kinder ihn angeblich zu dem neuen Trendsportart inspirierten: „Ich habe fünf Kinder. Die habe ich beim Spielen beobachtet. Dabei haben sie immer wieder gewippt. Also wollte ich etwas haben, was sich aus diesem Wippen entwickelt“ erklärte Mavi dem Sender RTL bei einem Interview. Hört sich fast schon süß an, dahinter verbirgt sich aber eine Vision Mavis: Er wollte ein Tanzfitness-Training gestalten, dass sich für jeden eignet – ob jung oder alt, ob tollpatschig oder rhythmisch begabt.

Seit wann gibt es Bokwa?

Seinen Durchbruch feierte Bokwa in Deutschland erst dieses Jahr im April auf der Fitnessmesse Fibo in Köln. Kurz darauf wurden schon die ersten Workshops und Tanzkurse ins Leben gerufen, die allesamt und überall gleich rappelvoll belegt waren. Schön, wenn sich so viele für Fitness und Bewegung interessieren. Doch verspricht der neue Sporttrend auch Vorteile im Vergleich zu anderen Sportarten?

Was bringt uns Bokwa?

Einen Riesenhaufen Spaß, wie alle Teilnehmer betonen. Mit Bokwa tun Sie nicht nur etwas für Ihren Körper, sondern auch für Ihre psychische Entlastung und Erholung. Der Unterhaltungsfaktor ist aber besonders hoch, denn die Choreographie gestaltet sich recht einfach. Es wird nämlich nach Zahlen getanzt, die Grundelemente des Alphabets stellen dabei die Buchstaben L, B und C dar. Diese lassen sich dann mit ausgelassenen Bewegungen kombinieren wie Hüpfer, sexy Hüftschwünge und Armwirbler. Zweimal Wippen, im Fachjargon „Bounce Bounce“, gehört übrigens zum festen Inventar von Bokwa. Das funktioniert in etwa so: Der Trainer vorne zeigt, welcher Buchstabe mit welcher Zusatzbewegung nachgetanzt werden soll. Die Teilnehmer machen diese dann so gut wie möglich nach. Das sollte allerdings recht einfach sein, da es nur um einzelne Bewegungen geht und nicht um eine ausgefeilte Choreografie. Näher beschreiben, wie so ein L genau getanzt wird, kann ich allerdings nicht – das müssen Sie sich einfach selbst ansehen. Es geht jedenfalls darum, die Linie des vorgegebenen Buchstabens mit den Schritten nachzuzeichnen.

Dieses simple Trainings-Prinzip hat zur Folge, dass die Bokwa-Tänzer den Kopf frei haben und die Bewegungen intensiver ausführen können. Zudem sorgt die musikalische Untermalung für den richtigen Schwung und Elan. Im Grunde ist es die Mischung aus Tanzen und Workout, die viele Menschen anspricht.

Volle Konzentration gefordert

Die Einfachheit der Bewegungen bedeutet aber nicht, dass Bokwa keine Konzentration erfordert. Es geht zwar nur ums Gehen, Kicken, Boxen, Springen, Seitwärtsdrehen und Wippen – das erfordert aber absolute Konzentration. Denn es muss immer wieder darauf geachtet werden, was der Trainer vorgibt, sonst verliert man den Flow beim Training.

Kann man durch Bokwa abnehmen?

Mit ziemlicher Sicherheit ja! Denn nur eine Stunde Bokwa zu tanzen, ist sehr schweißtreibend. Bis zu 1200 Kalorien lassen sich mit diesem Sporttrend innerhalb von 60 Minuten verbrennen. Das ständige Hüpfen, die Wechselschritte und der rasante Tempowechsel kurbeln nämlich die Fettverbrennung besonders effektiv an. Außerdem ist Bokwa in erster Linie ein gutes Herz-Kreislauf-Training, welches die Kondition verbessert. So konnten Wissenschaftler an der Duke Universität nachweisen, dass beim Tanzen das gefährliche Bauchfett schneller wegschmilzt als bei einem herkömmlichen Krafttraining. Zudem werden die Glückshormone Endorphin und Serotonin ausgeschüttet, wenn man sich zur Musik bewegt.

Wie hoch beim Bokwa zu springen ist und wie viel dabei geshaket und gebounct (wippen) wird, bleibt jedem selber überlassen. Sie können also allein bestimmen, wie hoch Sie im Endeffekt Ihren Puls treiben. Auf jeden Fall, wird Ihr Shirt am Ende der Stunde nassgeschwitzt sein – und das ist gut so!

Hört sich lustig an, nicht wahr? Also eine super Idee, Spaß mit Sport zu kombinieren. Da wird noch der eine oder andere Sportmuffel zum Sportbegeisterten, das garantiere ich Ihnen. Einfach mal ausprobieren.

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