FlowTonic – ein neuer Fitness-Trend (5 Übungen)

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Eine Rutschpartie zur Traumfigur – das verspricht der neue Fitness-Trend FlowTonic. Und die Trainingsgeräte? Klein, flach, unspektakulär – das soll was bringen? Ich habe da so meine Zweifel. Aber egal was ich persönlich denke, die lustigen Trainings-Pads sehe ich in immer mehr Fitness-Studios. Ich muss schon zugeben, es sieht äußerst elegant aus, wie die Damen darauf dahinschweben. Doch das Training ist nicht immer so einfach wie es sich für den Zuschauer darstellt, bei manchen Übungen braucht es schon eine gute Körperbeherrschung.

Das Prinzip bei FlowTonic

Der Name ist Programm, denn dahinschweben soll man auf den Nylonpads – obwohl sich anfangs wohl eher Gleichgewichtsprobleme statt geschmeidige Gleitphasen einstellen... Wie auch immer, die Grundstellung sieht folgendermaßen aus: Sie stehen mit je einem Fuß auf einem Pad. Das Pad besteht aus so glattem Material, dass es sich problemlos über den Fußboden schieben lässt. Diese speziellen Gleit-Pads sollen bei richtigen Einsatz dafür sorgen, dass die Muskeln gedehnt werden und der Körper gestrafft. Im Übrigen funktionieren die Pads auf Parkett und Laminat hervorragend – auf unebenen Böden, Anti-Rutsch-Beschichtungen, Steinböden und Teppichen sind sie jedoch nicht zu empfehlen.

Was bringt FlowTonic genau?

Jeder, der das FlowTonic-Programm richtig absolviert, tut seinen Muskeln und Gelenken etwas Gutes. Denn durch die Gleitfähigkeit der Pads werden die Bewegungsabläufe fließender und der Bewegungsfluss gleichmäßiger. Das beansprucht die vielen Muskeln in unserem Körper einheitlich, nicht einseitig. Somit kräftigen Sie also nicht nur Ihren Körper, sondern dehnen ihn auch und stärken Wirbelsäule wie Gelenke. Bei all dem geht es aber nicht um die oberflächlichen Muskelpartien, sondern um die Tiefenmuskulatur unseres Körpers. Was Sie also durch ein FlowTonic-Training verbessern, ist eine aufrechte Körperhaltung und das persönliche Wohlbefinden.

Doch wie bei fast jeder Sportart profitiert nicht nur der Körper von der Anstrengung. Auch die Konzentrationsfähigkeit, der Gleichgewichtssinn und die Koordination werden durch dieses Spezialtraining geschult.

Variation von Fitnessübungen

FlowTonic ist vielseitig und kann dafür genutzt werden, alle klassischen Übungen für Bauch, Beine und Po umzugestalten. Zum Beispiel können Sie eine Brücke schlagen und die Füße statt auf den Boden auf Pads stellen. Mit den Pads müssen Sie aber nicht die Hüfte anheben, sondern einfach nur die Füße vor und zurück gleiten lassen.

Noch ein Tipp für alle, die es zu Hause machen möchten und keine Trainingsgeräte zur Hand haben: Benutzen Sie einfach Topflappen oder alte Teppichreste, die tun es zur Not auch.

1. Ausfallschritt

  • Stellen Sie sich aufrecht hin, doch statt auf dem Boden befinden sich Ihre Füße halb auf den Pads: Die Fußballen stehen auf den Pads, während die Fersen den Boden berühren.
  • Achten Sie auf eine aufrechte Körperhaltung, der Oberkörper bleibt statisch.
  • Gehen Sie leicht in die Knie und beugen Sie das linke Standbein.
  • Beide Hände auf dem linken Oberschenkel abstützen und das rechte Bein nach hinten gleiten lassen.
  • Bitte bis zu 20 Mal wiederholen, dann die Seite wechseln.

2. Liegestütz rückwärts

  • Nehmen Sie die klassische Ausgangsposition für Liegestütz ein. Doch diesmal befinden sich Ihre Fußspitzen auf den Pads.
  • Körperspannung aufbauen, besonders auf einen geraden Rücken achten.
  • Jetzt die Knie in Richtung Ellenbogen ziehen und das Gesäß in die Höhe recken.
  • Ca. 20 Mal wiederholen.

3. Schlittschuhlaufen

  • Aufrechte Stellung einnehmen, die Füße befinden sich ganz auf den Pads.
  • Jetzt in die Knie gehen und den Oberkörper leicht vornüber beugen, die Arme dürfen herabbaumeln. Sie kennen diese Haltung zur Genüge von Schlittschuhläufern.
  • Dann mit den Armen Schwung holen und abwechseln jeweils ein Bein nach hinten gleiten lassen.
  • Die Arme diagonal mitschwingen lassen.
  • Ca. 30 Mal pro Bein wiederholen.

4. Grätsche

  • Stellen Sie sich gerade hin, die Füße auf den Pads etwa schulterbreit auseinander.
  • Die Hände an die Außenseiten der Hüfte legen.
  • Jetzt beide Beine bzw. Füße parallel nach außen und dann wieder zurück in die Mitte führen.
  • Die Beine bleiben dabei fast durchgestreckt.
  • Bitte 20 Mal wiederholen.

5. Seit-Stütz mit Crunch

  • Seitenlage einnehmen: Oberkörper auf dem Ellenbogen abstützen und Beine anwinkeln.
  • Oberschenkel und Ellenbogen liegen jeweils auf einem Pad.
  • Jetzt den Unterarm langsam vom Körper wegschieben und wieder zurück.
  • Ca. 15 Mal pro Körperseite ausführen.

Okay, man könnte auch meinen, dass hier klassische Übungen erleichtert werden und so ihr Trainingspotential verlieren. Dem ist aber nicht so, wie jeder weiß, der FlowTonic schon einmal ausprobiert hat. Ich möchte nicht behaupten, dass FlowTonic ein herkömmliches Training effektiver gestaltet, aber zum Nachteil gereicht es bestimmt nicht. Außerdem ist es schön, etwas spielerische Abwechslung ins Training zu bringen, finden Sie nicht?

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