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Atemtherapie: Sanfte Methode für den Stressabbau

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Endlich mal aufatmen, tief durchatmen: Die meisten von uns tun das in turbulenten Zeiten viel zu selten. Stattdessen geht unser Atem bei Stress hektisch und flach, und vor Anspannung kann einem schon einmal ganz die Luft wegbleiben. Merken Sie, wie Ihre persönliche Verfassung den Atem beeinflusst? Das funktioniert auch umgekehrt: Durch gezieltes Atmen können Sie auf Körper und Geist einwirken. Atemtherapie ist eine alternative Heilmethode, die vor allem beim Stressabbau helfen kann. Ich zeige Ihnen, wie’s geht.

Atemtherapie

Bewusstes Atmen belebt und entspannt zugleich.

 

So beeinflusst Stress den Atem

Atmen ist etwas, das wir unbewusst tun, um am Leben zu bleiben. Mit jedem Atemzug gelangt Sauerstoff in unseren Körper und versorgt unsere Muskeln und Organe mit Kraft und Energie. Nicht ohne Grund holen wir meist vor schwierigen Aufgaben noch einmal tief Luft, um uns für das, was kommt, zu rüsten. Die Art und Weise, wie wir atmen, hängt stark von unserem Gemütszustand ab und wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Wer ruhig und entspannt schläft, atmet zum Beispiel fließend, tief und gleichmäßig. Dagegen wird der Atem bei Anspannung und Stress schneller, flacher und hektischer. Ursprünglich hat die Natur das so eingerichtet, damit wir bei Gefahr schnell reagieren und widerstandsfähiger sind. Durch den flachen Atem gelangt weniger Sauerstoff in den Körper, die Muskeln spannen sich an und die Schmerzempfindlichkeit sinkt. Doch was einmal als Überlebenshilfe in Ausnahmesituationen gedacht war, ist für viele Menschen heute Dauerzustand im alltäglichen Stress. Dabei verstärkt der Atem die stressbedingten Symptome und führt durch die Unterversorgung mit Sauerstoff zu Verspannungen und Gefühlen von Ausgebranntheit und Abgeschlagenheit.

So bekämpft Atemtherapie den Stress

Wenn unser Gemütszustand den Atem beeinflusst, kann man dann nicht auch mit dem Atem den Gemütszustand steuern? Genau davon geht die Atemtherapie aus. Sie nutzt den Atem als Möglichkeit, wie wir ganz gezielt auf das vegetative Nervensystem einwirken können. Dafür gibt es eine Reihe von verschiedenen Übungen und Strategien. Am Anfang jeder Atemtherapie steht das Sich-bewusst-Werden der eigenen Atmung. Wie fließt der Atem? Wohin fließt er? Was ändert sich an Ihrer Wahrnehmung, wenn Sie gezielt schneller, langsamer, in den Bauch, in die Brust atmen? Dann folgen Atemübungen, bei denen der Atem bewusst gelenkt wird. Atemtherapie funktioniert auf zwei Ebenen. Indem Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Atem richten und sich ganz auf die Atemübung konzentrieren, rücken Alltagsprobleme in den Hintergrund und der Geist kann sich entspannen. Gleichzeitig gelangt durch die bewusste Atmung mehr Sauerstoff in Muskeln und Organe, sodass sich Verspannungen und Verkrampfungen lockern.

Zwei einfache Atemübungen zum Stressabbau

In der fernöstlichen Tradition spielt die Atemtherapie seit jeher eine wichtige Rolle und ist zum Beispiel fester Bestandteil von Meditation, Tai-Chi oder Yoga. Wir stellen Ihnen im Folgenden zwei einfach Atemübungen vor, die aus dem Yoga stammen und gezielt beim Stressabbau helfen.

1. Entspannende Bauchatmung

Setzen oder legen Sie sich bequem hin. Atmen Sie tief durch die Nase ein und leiten Sie den Atem bis hinunter ins Zwerchfell. Die Bauchdecke wölbt sich dabei nach außen. Zählen Sie beim Einatmen langsam bis vier. Halten Sie anschließend vier Sekunden lang den Atem an. Dann langsam und gleichmäßig auf acht Zeiten den Atem durch den Mund herausfließen lassen, bis die Lungen komplett geleert sind. Dabei Brustkorb und Bauchnabel nach innen ziehen. Vier Sekunden lang den Atem anhalten, dann wieder einatmen. Einige Minuten lang in diesem Fluss weiteratmen.

2. Wechselatmung

Diese Übung sorgt für inneres Gleichgewicht und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Setzen Sie sich dafür entspannt hin und schließen Sie die Augen. Jetzt mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch zuhalten und auf vier Zeiten durch das linke Nasenloch tief in den Bauch einatmen. Mit Daumen und Ringfinger beide Nasenlöcher verschließen und vier Sekunden den Atem anhalten. Anschließend das recht Nasenloch freigeben und auf acht Zeiten ausatmen. Das linke Nasenloch immer noch geschlossen halten und vier Sekunden lang durch das rechte Nasenloch einatmen, wieder beide Nasenlöcher verschließen, den Atem vier Sekunden halten und durch das linke Nasenloch ausatmen.

Probieren Sie es doch einmal aus! Sie werden sehen, dass Sie mit diesen einfachen Übungen aus der Atemtherapie innerlich viel ruhiger werden.

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