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Darmreinigung: Entgiftung zur Steigerung des Wohlbefindens

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Die meisten Menschen kennen eine Darmreinigung vor allem als Vorbereitung auf eine Untersuchung wie beispielsweise eine Darmspiegelung oder eine Operation. Allerdings spielt die Reinigung des Darms nicht nur bei der Vorbereitung auf einen medizinischen Eingriff eine Rolle. Mittlerweile wird eine solche Reinigung auch vor Fastenkuren oder als Wellness Trend durchgeführt, um das  allgemeine Wohlbefinden zu steigern oder um bestimmten Krankheiten vorzubeugen. In allen Fällen geht es bei einer Darmreinigung um die komplette Entleerung des Darms.

Darmreinigung Flohsamen

Die Ballststoffe der indischen Flohsamenschalen sind in der Lage, mehr als das 50-fache an Wasser zu binden.

 

Die medizinische Darmreinigung

Für die medizinische Reinigung des Darms kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, je nachdem wie „sauber“ der Darm für die entsprechende Untersuchung oder Operation tatsächlich sein muss. Bei einer Darmspiegelung wird der Darm mit Hilfe eines starken Abführmittels entleert. Damit verbunden ist eine so genannte „orthograde Darmspülung“. Dabei sollte der Patient bereits eine Woche vor der Untersuchung möglichst wenige Ballaststoffe zu sich nehmen. Auch eine so genannte PEG-Lösung kommt bei einer medizinischen Darmentleerung oft zum Einsatz. Allerdings empfinden viele Patienten diese Form der Darmreinigung als äußerst belastend, da hierbei mehrere Liter einer unangenehm schmeckenden Flüssigkeit über mehrere Stunden verteilt getrunken werden müssen.

Darmreinigung vor Fastenkuren

Neben der medizinischen Darmreinigung wird diese Form der Darmentleerung auch vor Fastenkuren eingesetzt. Dabei werden vor allem Bitter- oder Glaubersalze eingesetzt, um den Darm zu entleeren. Auch Einläufe sind möglich. Die Darmreinigung wird bei einer Fastenkur in der Regel vor Beginn der Kur durchgeführt. Danach wird sie alle zwei Tage wiederholt, um eine völlige Entleerung des Darms zu gewährleisten.

Darmreinigung als Wellness Trend

Als dritte Säule hat sich in den letzten Jahren die Darmreinigung als Wellness-Trend immer mehr durchgesetzt. Ein Großteil des Immunsystems ist von einer gesunden Darmflora abhängig. Eine Vielzahl von Umwelteinflüssen, unter anderem bestimmte Erkrankungen, Medikamente oder auch eine ungesunde Ernährung, bringen die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Das schlägt sich deutlich im Verdauungs- und im Abwehrsystem nieder. Chronische Erkrankungen, Schlafstörungen, aber auch Probleme mit dem Verdauungstrakt, wie beispielsweise Durchfall, Verstopfung oder Blähungen, können die Folge sein. Eine Darmreinigung soll in einem solchen Fall helfen, das Gleichgewicht der Darmflora wieder herzustellen und damit auch das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Wie wird eine Darmreinigung durchgeführt?

Ähnlich wie bei der medizinischen Darmreinigung, gibt es auch bei der Darmreinigung als Wellness Trend verschiedene Möglichkeiten, um eine vollständige Entleerung des Darms zu erreichen.

Eine Möglichkeit ist die so genannte Colon-Hydrotherapie. Dabei handelt es sich um eine Darmspülung, bei der bis zu 1,5 Liter lauwarmes Wasser mittels Einlauf in den Darm eingeführt wird. Dabei werden Schlacken und Giftstoffe aus dem Darm gespült. Unterstützt werden kann eine solche Colon-Hydrotherapie durch die Einnahme von Flohsamen. Diese regen die Schleimbildung an und wirken ebenfalls sanft abführend. Der Vorteil dieser Unterstützung: Auch Schlacken, die im Darm bereits verhärtet sind, werden aufgeweicht und können so leicht abtransportiert werden.

Eine weitere Art der natürlichen Darmreinigung ist die Einnahme von Rizinus, das eine stark abführende Wirkung hat. In der Regel reichen zwei Tage aus, um den Darm mit Hilfe des Öls vollständig zu entleeren. Eine zusätzliche Unterstützung ist auch hier möglich, und zwar mit Buttermilch und Sauerkrautsaft. Eine ähnliche Wirkung wie Rizinus hat übrigens das Glaubersalz. Es wird auch als „Karlsbader Salz“ bezeichnet, da es durch das Eindampfen von Mineralwasser aus dem tschechischen Karlsbad gewonnen wird. Hauptbestandteil des Glaubersalzes ist Natriumsulfat-Dekahydrat.

Für wen eignet sich die Darmreinigung?

Prinzipiell kann die Darmreinigung von jedermann durchgeführt werden. Allerdings gibt es einige Kontraindikationen. So empfiehlt sich eine Darmreinigung nicht bei entzündlichen Erkrankungen des Darmbereichs, bei einer akuten Blinddarmentzündung oder schweren Herzerkrankungen. Als weitere Kontraindikationen gelten bestimmte Blutgefäßerkrankungen, eine Anämie oder Leberzirrhose. Auch Schwangere ab dem 3. Monat sollten auf eine Darmreinigung verzichten. In jedem Fall lohnt sich ein klärendes Gespräch mit einem Arzt, bevor die Darmreinigung durchgeführt wird, um sämtliche Zweifel auszuräumen.

Kritik an der Darmreinigung

Auch wenn die Darmreinigung von der Schulmedizin zur Vorbereitung auf Operationen oder bestimmte Untersuchungen eingesetzt wird, gibt es auch deutliche Kritik an der Darmreinigung als eigener Behandlungsmethode. So merken einige Wissenschaftler kritisch an, dass die Notwendigkeit für eine Entschlackung des Darms wissenschaftlich nicht bewiesen ist. Ebenso wird der Zusammenhang zwischen einer gesunden Darmflora und bestimmten chronischen Erkrankungen von vielen Schulmedizinern noch immer angezweifelt. Aber: Die konkreten Zusammenhänge zwischen gesunder Darmflora und bestimmten Krankheiten sind noch lange nicht in Gänze erforscht. Hier wird in den nächsten Jahren sicher die eine oder andere neue Erkenntnis für Aufmerksamkeit sorgen können, wenn es um die Zusammenhänge von Darmgesundheit, Immunsystem und chronischen Beschwerden geht.

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