Ist barfuß laufen gesund? - Juvalis Welt der Gesundheit

Ist barfuß laufen gesund?

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Ist es nicht herrlich, wenn Sie nach einem langen Arbeitstag abends die Schuhe ausziehen und barfuß durch den Garten gehen? Die Grashalme kitzeln unter den Fußsohlen, die Zehen graben sich wohlig in den Rasen und der ganze Fuß atmet auf. Endlich frei, unbeschwert und nicht mehr eingezwängt in schwitzige, enge Schuhe! Vor allem im Sommer genießen wir es, endlich mal raus aus den Schuhen zu kommen und barfuß die Welt zu erkunden. Doch der Trend geht weit über den Spaziergang über die Wiese oder am Strand hinaus. Immer mehr Menschen entdecken auch das Barfußwandern oder gar Barfuß-Joggen für sich. Eine amerikanische Studie belegt sogar, dass barfuß laufen gesünder ist als laufen mit Schuhen. Was ist dran am Unten-ohne-Trend?

Barfuß gehen ist gesund

Barfuß laufen hilft, mehr mit dem eigenen Körper in Kontakt zu kommen.

 

Barfuß laufen fördert den natürlichen Bewegungsablauf

Ursprünglich war das Barfußlaufen unsere natürliche Fortbewegungsart. Erst mit Fortschreiten der Zivilisation hat sich der Mensch daran gewöhnt, mit Schuhen zu gehen. Schuhe haben zwar den Vorteil, dass sie unsere Füße vor Verletzungen und Kälte schützen, gleichzeitig verändern sie aber auch die natürliche Laufbewegung. Das können Sie ganz leicht selbst testen: Rennen Sie einmal barfuß über die Wiese und achten Sie darauf, wie Sie Ihre Füße aufsetzen. Ganz wie von selbst werden Sie vorwiegend mit dem Ballen und Vorderfuß auf dem Boden aufkommen. Mit Schuhen setzen wir dagegen in der Regel die Fersen zuerst auf. Dadurch ist der Aufprall des Körpers auf dem Boden viel stärker und es kann zu Fehlbelastungen in Knien und Hüftgelenk kommen.

Fehlstellungen entgegensteuern

Der menschliche Fuß ist ein komplexes Wunderwerk an Muskeln, Knochen und Sehnen. Unzählige Nervenenden laufen an den Fußsohlen zusammen. Durch das Laufen in Schuhen werden viele der Muskeln nicht benötigt und verkümmern. Gleichzeitig fehlen uns die Informationen, die durch die Sinneswahrnehmungen in den Füßen ans Gehirn weitergeben werden. Sie sorgen dafür, dass der Körper die Bewegung an den Untergrund anpasst und so einen gesunden Bewegungsablauf ermöglicht. Barfuß können wir ganz natürlich und automatisch mit ausgleichenden Bewegungen auf Unebenheiten reagieren oder die Auftritts-Intensität an die Bodenbeschaffenheit anpassen. Mit gepolsterten Schuhe fallen all diese Informationen weg. Die Folge: Die Muskulatur bildet sich zurück und es kann zu Fehlstellungen der Füße kommen. Wer regelmäßig barfuß läuft, steuert dem entgegen. Vor allem bei Kindern fördert barfuß laufen die gesunde Entwicklung der Füße.

Vorsicht vor Überbelastung und Verletzungen

Also nichts wie raus aus den Schuhen und barfuß loslaufen? Gehen Sie es langsam an, denn die Muskulatur von schuhgeschwächten Füßen muss sich schrittweise erst wieder an die neue Beanspruchung gewöhnen. Wer zu schnell zu ehrgeizig loslegt, überfordert seine Füße und muss mit Überlastungsschmerzen rechnen. Starten Sie damit, dass Sie kürzere Strecken barfuß walken, bevor Sie gleich Ihre übliche Jogging-Runde ohne Schuhe absolvieren. Steigern Sie sich langsam und trainieren Sie die Muskeln an den Füßen zusätzlich mit Fußgymnastik. Natürlich sollten Sie auch immer auf den Untergrund achten, damit Sie sich nicht an den Füßen verletzen. Bienen, Dornen oder Metallteile auf dem Boden können gefährlich sein. Auch ein zu heißer oder zu kalter Boden ist ungesund. Menschen mit Gefäßkrankheiten oder Diabetes sollten außerdem lieber ganz aufs Barfußlaufen verzichten, da ihr Schmerzempfinden an den Füßen beeinträchtigt sein kann. Dadurch spüren sie Verletzungen zu spät und reagieren möglicherweise nicht schnell genug, um Infektionen zu vermeiden. Generell raten Experten davon ab, auf harten, glatten Böden wie Asphalt barfuß zu laufen. Empfehlenswert ist dagegen ein natürlicher Untergrund wie Waldboden oder Wiese.

Alternative: Barfuß-Schuhe

Wer den Effekt des Barfußlaufens haben möchte, aber auf Schutz für die Füße nicht verzichten will, findet mit sogenannten Barfußschuhen die passende Ausrüstung. Die federleichten Überzieher fühlen sich an wie eine zweite Haut und erhalten die volle Flexibilität des Fußes. Jede Zehe hat darin ihren eigenen Platz und kann sich einzeln bewegen. Gleichzeitig ist der Fuß vor Gefahren auf dem Boden geschützt. Barfußschuhe für Erwachsene von Markenherstellern gibt es im Fachhandel ab ca. 80 Euro.

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