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Osteoporose – früh vorzubeugen, ist die beste Versicherung

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Stellen Sie sich kurz einmal vor, ihr Skelett bekommt Löcher. Das Gerüst, das Ihren Körper immer schön aufrecht gehalten hat, bröckelt nun. Die Knochen werden brüchig und vielleicht wird auch noch ihr Rücken krumm. Erstmal klingt das wie ein Schauermärchen.

Osteoporose - Knochenschwund

Osteoporose ist eine Krankheit, die uns im wahrsten Sinne des Wortes an die Substanz geht.

 

Tatsächlich ist es aber so, dass es eine Krankheit gibt, bei der genau das mit fortschreitenden Maße passiert. Die Rede ist von Osteoporose. Die Osteoporose (griech.: osteos = Knochen; porös = Loch) ist nicht einmal selten. Wikipedia schreibt über die Osteoporose: "Die auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Knochendichte durch den übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und -struktur." Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung und tritt meist erst im höheren Alter auf, etwa 30% der Frauen sind nach der Menopause davon betroffen. Experten gehen davon aus, dass in Zukunft noch mehr Menschen als heute unter der Krankheit leiden werden. Woran liegt das? Und wie kann man vorbeugen?

Osteoporose und falsche Ernährung

Die Ursachen der Osteoporose liegen hauptsächlich in der falschen Ernährung. Für den Knochenaufbau braucht der Körper neben anderen Mineralien vor allem Calcium. Die Knochenmasse wird zu einem großen Teil in der Jugend aufgebaut. Das ist zugleich auch die Zeit, in der maßgeblich dazu beigetragen werden kann, den Knochenabbau im Alter zu verhindern bzw. die Folgen zu vermindern, denn je fester die Knochen in dieser Zeit aufgebaut werden, desto langsamer werden sie später auch wieder abgebaut.

Alarmierend in diesem Zusammenhang ist, dass laut einer Untersuchung der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, aber bis zu 70 % der Kinder vor Beginn des ersten Schuljahres fehlernährt sind. Nicht einmal die Hälfte des täglichen Calciumbedarfs von 1000 bis 1200 mg sei bei den Kindern gedeckt. Die zunehmend weniger werdende Bewegung an der frischen Luft verschlimmert die Situation noch, denn eigentlich fördert die Knochenbelastung durch Bewegung den Knochenaufbau. Außerdem unterstützt Vitamin D, welches auch durch das Sonnenlicht auf der Haut gebildet wird, die Mineralisation der Knochen.

Etwa ab dem 30ten Lebensjahr hört der Körper dann langsam auf, Knochenmasse neu aufzubauen. Spätestens jetzt sollte man auf eine ausreichende Calciumzufuhr achten, denn wenn der Organismus nicht genügend Calcium bekommt, um die anderen Körperfunktionen aufrecht zu erhalten, bedient er sich am eingelagerten Calciumvorrat der Knochen – und gibt es nicht wieder zurück. Eine Calciumunterversorgung ist somit Raubbau an der eigenen Knochensubstanz. Es entstehen besagte Löcher und die Osteoporose beginnt. Oft stellt man das erst im fortgeschrittenen Erwachsenenalter fest, meistens nach einem Knochenbruch. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, weil der Knochenstoffwechsel durch den Rückgang des Östrogenspiegels nach der Menopause negativ beeinflusst wird. Also, was kann man tun?

Ein ungesunder Lebenswandel gegünstigt die Osteoporose

Grundsätzlich gilt für jedes Alter und für beide Geschlechter: Bewegungsmangel, Fehlernährung, Vitamin D-Mangel, Rauchen, ein erhöhter Alkoholkonsum sowie eine erhöhte Phosphataufnahme begünstigen die Entstehung einer Osteoporose. Das Vermeiden dieser Faktoren ist auch gleichzeitig die wichtigste Maßnahme für die Prävention. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sollte man darauf achten, dass deren Calciumbedarf gedeckt wird. Eine ausgeglichene Calciumzufuhr ist zur Vermeidung der Osteoporose elementar.

Welche Lebensmittel enthalten viel Calcium?

Viel Calcium steckt zum Beispiel in grünem Gemüse, in Milch und Milchprodukten (vor allem Hartkäse), aber auch in Mineralwasser. Ein geeignetes Mineralwasser sollte einen Calciumgehalt von mindestens 100 mg/Liter haben. Besser sind Mineralwässer mit einem Gehalt von über 400 mg/L. Cola hingegen gilt auf Grund seines Phosphatgehaltes als Calciumräuber und sollte nicht nur deshalb eine Ausnahme im täglichen Ernährungsplan bleiben. Zu den phosphatreichen Lebensmitteln zählen auch Wurst und Wurstwaren sowie Schmelzkäse. Eine Nahrungsergänzung durch Calciumpräparate ist bei einer ausgewogenen Ernährung eigentlich nicht nötig – wer es aber aus irgendwelchen Gründen nicht schafft, sich gesund zu ernähren und über die Nahrung täglich genügend Calcium zu sich zu nehmen, der sollte sich hierzu von seinem Arzt fachkundigen Rat einholen. Eine Knochendichtemesssung dient dazu, die Osteoporose zu diagnostizieren. Auch Personengruppen mit erhöhtem Calciumbedarf wie ältere Menschen oder Frauen in den Wechseljahren sollten sich eventuell sogar präventiv beraten lassen. Ein Arzt oder Apotheker kann hilfreiche Auskünfte darüber geben, wann eine Nahrungsergänzung mit Calcium angeraten ist, um Mangelzustände auszugleichen und das Risiko einer Erkrankung zu minimieren.

 

Artikelredaktion: Elisabeth Weise, Diplom-Ökotrophologin. Dieser Beitrag über die Krankheit Osteoporose wurde exklusiv verfasst für die Juvalis Apotheke.

Kommentare

Miriam 12:11 21.04.2012 E-mail

Der Tipp ist Klasse =)

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