Artischocke: Leberstärkung & Wohlbefinden | Juvalis Apotheke

Artischocke - Leber und Wohlbefinden stärken

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Nicht nur als Delikatesse ein Genuss, sondern auch mit heilenden und schützenden Eigenschaften ausgestattet, gehört die Artischocke zu den Allroundtalenten in der Gemüseküche. Einst für den privilegierten Adel kulinarisch zubereitet, gilt diese genießbare Distelpflanze als Balsam für die Leber und das Verdauungssystem.

Artischocken eignen sich zur Leberstärkung

Die Artischocke ist nicht nur super lecker, sondern hat auch viele gesundheitsfördernde Eigenschaften: Ihre Bitterstoffe stärken unsere Leber, aktivieren den Gallefluss und fördern die Darmtätigkeit

Mineral- und Vitaminbombe vom Land am Nil

Ursprünglich im Norden Afrikas am Nil beheimatet, wird die Artischocke heutzutage im Mittelmeerraum Spanien, Italien und Frankreich angebaut. In Deutschland ist sie auf Wochenmärkten und in Gemüsehandlungen erhältlich und nur sehr selten in Supermarktregalen vorzufinden. Dabei sollte die Artischocke aufgrund ihrer schützenden und gesundheitsfördernden Mineralien, Vitamine und Inhaltsstoffe regelmäßig auf dem Einkaufszettel stehen.

Neben einer vergleichsweise hohen Menge an Vitamin C und E sowie verschiedenen B-Vitaminen enthält die Artischocke viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. So befinden sich etwa ein Zehntel unseres täglichen Bedarfs an Kalium (ca. 350 Milligramm) in nur 100 Gramm gekochter Artischocke. Magnesium, Eisen und Kalzium sind ebenfalls in einem hohen Maße vorhanden. Inhaltsstoffe, die die Stressresistenz, die Blutbildung und den Knochenbau effektiv unterstützen. Hinzu kommen wichtige Spurenelemente, wie Mangan und Kupfer.

Die heilende Wirkung der Artischocke geht unter anderem auf dem in ihr enthaltenen Bitterstoff Cynarin zurück. Denn dieser regt nicht nur den Appetit an und wirkt förderlich auf Gallenfluss und Verdauung. Cynarin hilft laut medizinischen Studien auch nachweislich gegen Bakterienruhr und Paratyphus. Darüber hinaus wirkt sich die Anregung der Galle für viele Menschen besonders positiv bei Beschwerden des Verdauungstrakts aus. So kann die Artischocke beispielsweise bei:

  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Völlegefühl,
  • Bauchschmerzen sowie Blähungen helfen.

Die hauptsächliche Heilkraft wird den Laubblättern dieses besonderen Korbblütlers zugeschrieben. Extrakte aus diesen helfen nicht nur bei Verdauungsproblemen, sondern wirken auch entgiftend und schützend für die Leber.

Artischocke - Balsam für die Leber

Als eine Art Klär- und Reinigungsanlage unseres Blutes gehört die Leber zu den lebenswichtigen Organen im menschlichen Körper. Sie nimmt die Schad- und Giftstoffe sowie Krankheitserreger auf und baut diese mithilfe von Enzymen ab. Bei den Schadstoffen handelt es sich zumeist um körpereigene Abbauprodukte. Hinzukommen von außen zugeführte Giftstoffe, wie Alkohol und Umweltgifte. Des Weiteren ist die Leber auch für die Bildung von Abwehrzellen zuständig. Eine Aufgabe, die sie besonders wichtig für unser Immunsystem werden lässt.

Nachhaltige Schädigungen durch ungesunde Ernährungsgewohnheiten, übermäßigen Alkohol- und Medikamentenkonsum sowie Umweltgifte können die Leber und somit die Gesundheit nachhaltig schädigen. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, sind eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise das A und O. Deshalb sollte unter A wie Artischocke unbedingt zugegriffen werden. Denn das besondere Gemüse beschleunigt mit der zusätzlichen Bildung von Gallensaft auch den Abtransport von Schad- und Giftstoffen. Das schützt nicht nur die Leber, sondern auch den gesamten Organismus vor sogenannten freien Radikalen. Diese können Zellbeständen unter Umständen in unserem Körper schaden und zu Entartungen führen. Darüber hinaus werden der Artischocke, nach neuesten Forschungsergebnissen, positive Wirkungen hinsichtlich der Behandlung von Arteriosklerose und zu hohen Blutfettwerten zugeschrieben. Diese positiven Eigenschaften machen die Artischocke auch für Pharmahersteller interessant, die Artischocken-Extrakte gerne als Wirkstoff  für leberstärkende Nahrungsergänzungspräparate und Arzneimittel gegen leichten Formen von Fettstoffwechselstörungen verarbeiten.

Tipps zum Artischocken-Einkauf

Auch in gut sortierten Gemüseläden und an Marktständen sollte man die Qualität einer Artischocke prüfen. Eine frische Artischocke hat weder braune Verfärbungen noch trockene Stellen. Grüne Stiele und schwere Köpfe zeigen, dass es sich um eine frische Artischocke handelt. Da Form und Größe von der jeweiligen Sorte abhängig sind, bestimmen sie auch nicht die Qualität einer Artischocke. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, dass die Knospen geschlossen und glatten Hüllblattern umgehen sind. Ebenfalls gilt: je älter die Artischocke umso härter ist sie.

Unerwartet unkompliziert - die Artischocken-Zubereitung

Beim Gemüsehändler oftmals als unappetitlich stachlig wahrgenommen, lässt sich die kalorienarme Artischocke hingegen ihres ersten Eindrucks sehr leicht zubereiten:

  1. Stengel der Artischocke direkt unter der Blüte abschneiden,
  2. stachlige Spitzen mit der Küchenschere entfernen,
  3. etwa das obere Drittel ebenfalls mit dem Messer abschneiden,
  4. den zu verwendenden Teil je nach Größe 25 bis 45 Minuten in Zitronenwasser kochen.

Die schmackhaften Blütenböden und der untere, fleischige Teil der Blätter lassen sich hervorragend mit verschiedensten Saucen und Vinaigrettes genießen. All diejenigen, die weder die Zeit noch die Lust zum Kochen haben, können die positiven Eigenschaften der Artischocke in Form von natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln und Präparaten für sich und ihr Wohlbefinden nutzen.

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